Schulbesuch

Category: Besucher Published: Monday, 10 December 2012 Written by Edi Schulz

Liebe Freunde der Villa Autriche!

Beza, Direktor, Reinhard KambichlerWir hatten wieder einmal Gäste aus Österreich zu Besuch. Das war unter anderem ein guter Grund, eine Schule auf Nosy Be zu besuchen, um zu zeigen wie hier der Schulbetrieb abläuft.
Es war eine Schule im Norden der Insel. Eine Lehrerin, die dort unterrichtet, hatte uns vor einiger Zeit besucht. Sie teilte uns mit, dass sie die Schule gewechselt hat und nun dort unterrichtet. So erfuhren wir erst von der Existenz dieser Schule. Die Lehrerin beschrieb uns den Weg, wir wollten natürlich demnächst hin, um zu sehen was dort los ist und was eventuell gebraucht wird.
Es gibt dort viele Kinder, denen es in der Regenzeit nicht möglich ist, die Schule zu besuchen. Dieser Umstand und und die Schilderungen der Lehrerin lassen vermuten, dass dort schwierige Bedingungen vorliegen.
So brachen wir zu dieser Schule auf, um festzustellen, wo das denn genau ist und ob man helfen kann, bzw. wir in der Lage sind zu helfen.
Wir starteten mit einem Sack Reis und für die Kleinsten natürlich Zuckerln. Die Lehrerin begrüßte uns überschwänglich und teilte mit den Kindern die Freude, dass wir unser Versprechen, einen Besuch abzustatten, auch tatsächlich eingehalten haben.
Leider war an diesem Tag der Direktor in Hell Ville und konnte uns so keine weiteren Auskünfteüber den Schulbetrieb geben. Aber ein engagierter Lehrer zeigte uns dann doch alles und so erfuhren wir auch wieviele Schüler dort unterrichtet werden..
Diese Schule hat 4 Klassen mit größeren und 2 Klassen mit kleineren Schülern. Dazu noch eine Klasse wie ein Kindergarten oder Vorschule. Insgesamt also 220 Kinder. Ergibt im Schnitt gut 30 Schüler pro Klasse, da ist schon einiges los.

Beza, Bgm.Ewald Kahrer, Dir.Alexandre OramegaWir versprachen, in einigen Tagen nochmals zukommen, wenn auch der Direktor da ist,   unsere Gäste: Friedl, Ewald, Reinhard und Toni kamen ebenfalls mit und so machten wir uns auf den Weg. Bestückt mit 200 Blei- und Buntstiften, Kugelschreiber, Radiergummi, Spitzer, Kreide und was man sonst noch für die Schule notwendig braucht. Bonbons für alle Kinder, es soll ja auch ein Moment der Freude werden. So wurde es auch, die Schüler freuten sich über die mitgebrachten Geschenke und wir freuten uns über die ehrliche Dankbarkeit.
Der Direktor führte uns dann durch die ganze Anlage. Er zeigte uns auch die Toiletten und Waschanlagen, diese jedoch mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das lachende Auge galt für die vorhandenen Anlagen und das weinende für das fehlende Wasser. Das mag für Europäer unverständlich sein, ist hier jedoch ein Teil des täglichen Kampfes mit der Administration und den extrem geringen Mitteln, die zur Verfügung stehen.

Der ganze Komplex wurde von verschiedenen Personen und Instutionen gespendet. Ein Spender aus Frankreich stellte auch einen Transformator zur Verfügung, um an die, in der Nähe befindliche Starkstromleitung, anschließen zu können. Nur die Jirama, das ist die Elektrizitätsversorgung, findet es bis heute nicht notwendig, sich mit der Schule in Verbindung zu setzen, um mitzuteilen bzw. abzuklären, wie und was gemacht werden muß, damit alles funktioniert. Darunter natürlich auch die Pumpen für die Wasserversorgung und Wasser könnte man nach mitteleuropäischem Verständnis, als elementar notwendiges Gut verstehen.

Mit Beza habe ich bereits mit der Jirama Kontakt aufgenommen, damit wir erfahren wie da weiter gemacht werden kann und was es kostet.
Wir sind in Madagaskar und auch hier werden die weißen Pferde gezüchtet, die ihr Futter in den Amtsstuben bekommen, der Amtsschimmel feiert fröhliche Urständ'.
Also, vorerst heißt es warten, aber wir sind guter Dinge. Beza hat einen Neffen, der bei Jirama arbeitet und er hat auch versprochen etwas zu unternehmen. Wir werden ja sehen und darüber berichten.

Sicher werde ich euch auch wieder anschnorren um an Geldspenden zu kommen, um dieses Projekt finanzieren zu können. Wasser in den sanitären Anlagen in dieser Schule wäre ein gutes Ziel.
Aber noch müssen wir auf einen Kostenvoranschlag der Jirama warten und dann können wir erst sehen, ob es auch für uns finanzierbar ist. Natürlich wird jeder Euro ohne Abzug und ohne Overhead eigesetzt. Das war ja immer so und so soll es auch bleiben.


Liebe Grüße aus der Villa Autriche
Beza und Edi

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