Geschichte des Vereins

Category: Vereinsgeschichte Published: Thursday, 16 November 2017 Written by Hüttinger Ernst

2012 rief mich mein (inzwischen verstorbener) Freund Heinz Vogl überraschend an, er hätte momentan Besuch von dem  Spezi, von dem er mir schon Segler-Geschichten aus Madagaskar erzählt hat. Der ist sicher auch für einen Entomologen interessant, weil man ihn in Madagaskar besuchen könnte. Und dass Madagaskar für einen Entomologen was ganz besonderes ist, war natürlich schon immer klar. Wir sollten doch zum Mittagessen kommen und einen Film und Bilder über die Gegend gäbe es auch.

Als Leseratte kennt man natürlich eine ganze Reihe von Geschichte aus der doch etwas abgelegenen Gegend, naja und 13° Süd, ist nicht unbedingt um die Ecke. Mein Fliegerfreund Hans Gutmann war zu dieser Zeit bei seinem Afrikaflug kurz in der Gegend, am FP Fascene auf Nosy Be. Ansonst gibt es natürlich eine eher theoretische Beziehung, wie die erdgeschichtliche Entwicklung und der Folgen auf die Tier- und Pflanzenwelt, das ist das was einen Entomologen geradezu in die Gegend treibt.

Nun war die Gelegenheit da, endlich einmal einen Madagassen in sprichwörtlichem Sinne, angreifen zu können. Wir plünderten im Keller das Weinregal und brachen auf. Als wir ankamen, war die Vorstellungsrunde schnell erledigt, Edi ein ehemaliger Eisenbahner aus Österreich und seine Frau Beza eine indigene Madagassin, die damals noch wenig deutsch sprach, dafür viel verstand. Wir hatten sehr schnell die gemeinsame Frequenz gefunden und unterhielten uns bis zum späten Abend.

Beeindruckend waren seine Schilderungen (mit Bildern und Filmen hinterlegt) über seine karitativen Aktivitäten. Sehr schnell war mir klar, dass man da was unternehmen musste, um für die Leute vor Ort etwas zu tun, indem man die beiden, Edi und Beza, bei ihren Aktionen unterstützt.  Das ist natürlich theoretisch immer einfacher als dann später in der Praxis. Bald war auch der Gedanke eines Vereines am Tisch.

Der Nächste Besuch war dann im österreichischen Wohnort der beiden, in Hainfeld, dort veranstaltete Edi ein Gartenfest, wobei jeder Cent der Einnahmen und Spenden dieser Veranstaltung, für seine Madagaskarprojekte gesammelt wird. Des weiteren konnte ich dort eine ganze Reihe von Edi's Freunden kennen lernen, die ihn auch schon besucht haben. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war mir klar, jetzt oder nie, da müssen wir hin.

So fing es an, Geld- und Sachspenden sammeln, einen Verein für diesen Zweck ausrichten - u.s.w. Nun sind schon einige Jahre vergangen und haben die beiden mehrmals besucht, kennen dadurch natürlich Edi's Projekte vor Ort und betreuen den Verein MASOA. Der insektenkundliche Aspekt kommt bei unseren Aufenthalten natürlich nicht zu kurz.

Eines zieht sich bei der ganzen Geschichte wie ein roter Faden durch: Wenn wir Beza und Edi Schulz 1000€ Spendengelder übergeben, dann kann man absolut sicher sein, dass dieser Betrag zu 100% ankommt. Es gibt keine Honorare, Spesen, Verwaltungskosten, Trinkgelder oder sonst was, jeder Cent steht für die Projekte zu Verfügung. Der Verein MASOA wird ausschließlich über ehrenamtliche Tätigkeiten betreut. Und was das mit der Geschichte des Vereins zu tun hat, ist einfach und schnell erklärt. Für Heinz Vogl und für mich war das eine der wesentlichen Bedingungen, sozusagen die ethische Komponente so einer Organisation, die wir im gegenseitigen Einverständnis, sehr früh, wo es den Verein noch nicht einmal gegeben hat, festgelegt haben.

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MASOA hilft vor Ort


Wir wissen, dass wir die Welt nicht retten können. Wir wissen aber auch, dass die Menschen, besonders die jüngeren, längst ganz genau wissen, dass Europa immer reicher und Afrika immer ärmer wird. Helfen Sie uns, damit wir hier vor Ort helfen können.

Die Menschen hier sind sehr bescheiden, sie nehmen Hilfe an und sind auch mit einem einfachen Leben sehr zufrieden.