Ostern in Mangabe

Category: Spital Mangabe Published: Friday, 05 April 2013 Written by Edi Schulz

Liebe Freunde der Villa Autriche!

Wie in den letzten Jahren haben wir zu Ostern die Kinder in Mangabe besucht. Es sind jene, deren Beine verkrüppelt sind und soweit möglich, operativ korrigiert werden. Zumindest versuchen die Ärzte, diese Schäden weitgehend zu beheben, damit den Kindern, wenn sie schon nicht normal gehen und laufen können, doch ein halbwegs erträgliches Fortbewegen ermöglichen.

Allerdings zieht es sich heuer etwas hin. Die Kinder warten bereits seit Dezember 2012 auf ihre Operation! Es gibt Unstimmigkeiten zwischen den Ärzten und der Krankenhausverwaltung (Politik!). Die Ärzte operieren kostenlos und werden auch mit den entsprechenden Verbandsmaterialien etc. von einem franz. Verein unterstützt. Leider wurden die Termine immer wieder verschoben, was den Leidensweg der Kinder nicht erleichtert. Der nächste Operationstermin soll Mitte April sein.

Die Kinder gehen zwar hier in der Nähe zur Schule, so werden sie auch ganz normal unterrichtet, aber wer soll die Ungewissheit verstehen, wann sie an die Reihe kommen. Alle Kinder sind in einem Alter, wo sie natürlich ganz genau mitbekommen und erfahren, dass da etwas nicht nach Plan und Versprechen läuft.

Jetzt zu Ostern haben wir sie wieder besucht. Mittlerweile kennen sie schon unser Auto und wenn wir in der Gegend auftauchen, beginnen ihre Gesichter zu strahlen. Wir hatten wieder 2 Gäste aus Österreich mit, die  spontan ihre Hilfe anboten. Reinhard Kampichler aus Neunkirchen sorgte für die Süßigkeiten und Toni Ritzengruber aus Hainfeld hatte von 2 Freunden Geldspenden mit, um einen Sack Reis zu kaufen. Beza und ich besorgten 5 kg Fleisch um ihre eintönige Küche aufzubessern. Außerden gab es wieder Stofftiere und Malmaterial für die Kinder.

Man kann es nicht oft und laut genug sagen, die Freude, die in den Augen der Kinder aufleuchtet, ist viel mehr als das was wir ihnen geben. Diese Freude bringe ich wieder nach Österreich als Dank für die Spenden mit. Natürlich ist es nur der Tropfen auf den heißen Stein, aber im unmittelbaren Umfeld machen wir was machbar ist. Die schon oftmals beobachtete Wiedererkennung im positivem Sinn, ist ein Beweis dafür, dass unsere Aktivitäten nicht nur den Leuten/Kindern Freude bereiten, sondern fix im Jahresablauf dazu gehören und auch schon erwartet werden.

Die Kinder haben zwar verkrüppelte Füße, aber ihre Lebensfreude ist überschwänglich. Man muß schon genauer hinsehen wenn sie laufen, für uns Mitteleuropäer ist es unvorstellbar, wie mit stark verkrümmten/verkrüppelten Beinen umhertollen und den gespendeten Bällen nachjagen.

Liebe Freunde, am 29. Mai werde ich wieder einen Vortrag über Madagascar und die Kinder, im Hainfelder Stadtsaal machen. Wir hoffen, dass ihr wieder zahlreich erscheint und selbstverständlich werden wir auch genaueres über eure Spenden berichten!

Liebe Grüße und ein baldiges Wiedersehen in Hainfeld

Beza und Edi



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